Über mich - Rhein-Neckar-Pinball

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Über mich


Groß und blinkend stand er vor mir, der erste Flipper, den ich je (aus der Nähe) sah.
Er stand ordentlich in einer Nische und war doch das Zentrum des Aufenthaltsraumes von dem Landschulheim in dem unsere Klasse gerade angekommen war.


Rückblick:
Im Juni 1968 erblickte ich in Braunschweig das Licht der Welt. Dort hielt es meine Eltern – und damit mich – jedoch nur bis zu meinem 6. Lebensjahr. Pünktlich zu meiner Einschulung zogen wir in das südhessische Viernheim. Ich brachte die Grundschule unspektakulär hinter mich. Auch die fünfte und sechste Klasse waren beendet. Es war nun der Sommer 1980 und bis zum Ende der siebten Klasse war nur noch die Klassenfahrt in den Nordschwarzwald zu absolvieren.


Im Landschulheim angekommen, haben wir nach dem Beziehen der Zimmer erst einmal die Umgebung ausgekundschaftet und waren im Aufenthaltsraum fündig geworden. Ich stand nun also vor dem blinkenden Kasten - ich glaube, es war ein Nitro Ground Shaker - und musste von meinen Mitschülern fast noch überredet werden, an der Kiste zu spielen. Bereitwillig warf ich dann doch schnell fünfzig Pfennig ein. Das Prinzip war klar, einfach nur den Ball auf dem Spielfeld halten.
Der Nitro Ground Shaker von Bally (1978)

Konnte ja nicht so schwer sein, wenn selbst der Markus einige 10.000 Punkte hatte - und der war schließlich der Außenseiter.
Ich startete also das Spiel und die erste Kugel kam raus. Ein mehr oder weniger grobmotorischer Abzug meinerseits beförderte sie anschließend auf das Spielfeld, wo sie - durch einige Bumperkontakte beschleunigt- zwischen den Flipperfingern abfloss. Noch während das bei meinen Mitschülern für  Stimmung sorge, zog ich die zweite Kugel ab, mit der ich dann sogar einige Kontakte mit den Flipperfingern hatte. Allerdings folgte sie schnell der vorigen ins Outhole. Ähnlich erging es der dritten Kugel.
Während dieses „Spiel“ meine Mitschüler mittlerweile stark belustigte, stand mir das Entsetzen in Gesicht geschrieben. Ich versuchte an diesem Tag und den folgenden noch mehrfach, dieses Gerät zumindest ein wenig in den Griff zu bekommen, was mir nicht wirklich gelang.

Wieder zu Hause vergaß ich die Geschichte bald, zumal es hier keine Berührungspunkte mit Flippern gab. Bis eines Tages …


I`ll be back in unserer Stammkneipe ertönte. Es war der Herbst 1991.
Wir waren gekommen, um ein paar Darts zu werfen. Die Traube der Kneipenbesucher, die dort im Eck standen, verdeckte, was jedoch deutlich zu hören war. Es musste ein Flipper sein!
Und wirklich, „wir“ hatten einen Terminator 2 bekommen. Groß und neu war er und supermodern mutete er an, mit dem großen Display und den metallisch glänzenden Requisiten wie Skull und Hunter Ship.

Jetzt bedurfte es keiner Überredung mehr. Ich warf - als ich denn endlich an der Reihe war - eine Mark ein und versuchte, nach nunmehr 12 Jahren, erneut mein Glück am Flipper. Zunächst zwar mit nicht mehr Erfolg als damals, aber die Leidenschaft war sofort geweckt.

Und so häuften sich die Besuche in der Stammkneipe, wo der Terminator mit jeder Mark gefüttert wurde, die ich irgendwie erübrigen konnte. Ihm folgte im Sommer ein Addams Family und später noch einige andere, die allesamt für viel Freude und dauerhaft leere Kasse im eigenen Geldbeutel sorgten.

1994 schloss unsere Stammkneipe leider und so gab es keine Gelegenheit mehr zu Flippern.
Auch diese Zeit geriet in Vergessenheit und wurde überschattet von großen Ereignissen wie Berufsausbildung, Verlobung und Hochzeit und schließlich der Geburt einer Tochter.

Genau diese Tochter war es, die das Flippervirus wieder zum Ausbruch brachte:
An ihrem 5. Geburtstag bekam sie im Kindergarten einen


Flipper zum Geburtstag. Natürlich keinen „echten“, sondern so ein  „Plastikteil mit Pappdeckelrückseite“ mit einer durch die Qualität programmierten Lebensdauer von wenigen Tagen. Dieses Spielzeug veranlasste mich, meiner Tochter in Form von Bildern zu zeigen,  was eigentlich ein Flipper ist. Was sie sah, gefiel offenbar, und sie fragte, ob wir einen kaufen können. Damit rannte sie nun bei mir und - wie sich anschließend rausstellte - auch bei meiner Frau offene Türen ein, so dass wir nach einer kurzen Phase der Orientierung einen Bugs Bunnys Birthday Ball anschafften.


Der Flippersucht entgültig verfallen folgten dem Bugs Bunny in den kommenden Monaten (!) ein Terminator 2 (wer hätte das gedacht?!), Baywatch, Rocky and Bullwinkle und eine Bride of Pinbot. Heute besteht meine Sammlung aus ca. 20 Flippern, von denen ich zwölf meiner „Alltime-favourites“ in meinem eigens dafür eingerichteten GameRoom aufgestellt habe.  

Der Terminator 2 von seiner vielleicht schönsten Seite
 
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